Negative Wunder

10. Februar 2010

In Hongkong ist eine Frau aus dem 27. Stock eines Hochhauses gefallen. Tragisch genug. Es grenzt aber an Absurdität, dass eine weitere Frau, die gerade in diesem Moment unten vorbeiging, vom herabstürzenden Körper der Frau erschlagen wurde.
Warum schreibe ich das? Weil angesichts dieses extremen Zufalls (Frau rutscht auf ihrem Balkon aus, fällt, zweite Frau geht genau in diesem Moment am Haus vorbei, die beiden Körper treffen sich) vermutlich kein Gottesgläubiger von „Wunder“ sprechen würde. Hingegen soll es ein Wunder sein, wenn ein Mensch von einem Balkon stürzt und nicht stirbt, weil just in diesem Moment ein LKW mit weicher Ladung vorbeifährt oder dergleichen.
Natürlich stirbt man normalerweise, wenn man aus dem 27. Stock fällt. Genauso wird man aber normalerweise nicht von einem herabfallenden Menschen erschlagen.

Hier geht es zur Meldung auf SPON.


Beten hat keinen Effekt. Wirklich nicht.

8. Februar 2010

Auf der Suche nach einem kürzlich gelesenen Artikel bin ich auf PubMed über ein Cochrane-Review gestolpert. Die Cochrane-Collaboration ist ein Zusammenschluss von Medizinern und Wissenschaftlern mit dem Ziel, systematische Reviews über die Effektivität medizinischer und psychotherapeutischer Verfahren zu erstellen (evidenzbasierte Medizin). Dies geschieht per Sammlung, Sichtung und Auswertung der zur Verfügung stehenden Studien zu einem bestimmten Verfahren.

Cochrane-Reviews existieren nicht nur zu etablierten Interventionen, nein, sie nehmen sich auch pseudoseriösen Verfahren wie Homöopathie, Akupunktur und andere Placebobehandlungen vor. Jetzt hat es das Beten erwischt.

Den Rest des Beitrags lesen »